Tarifverhandlungen Coca-Cola: Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite erzielen grundsätzliche Einigung
Berlin, 29.03.2010
- Verständigung auf Grundzüge / formaler Abschluss in den kommenden Tagen
- Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum 31.12 2012
- Moderater Entgeltabschluss
Berlin, 29. März 2010 – In den laufenden Tarifverhandlungen der Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE AG) haben sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite nach intensiven Verhandlungen auf die Grundzüge eines neuen Tarifabschlusses verständigt. Nach der Klärung letzter Detailfragen ist mit einer Unterschrift in den kommenden Tagen zu rechnen. Der neue Tarifvertrag wird ein umfassendes Paket für Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung enthalten. Ziel ist es, den notwendigen unternehmerischen Handlungsspielraum zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit mit dem Bedürfnis der Mitarbeiter nach Arbeitsplatzsicherheit zu verbinden.
Ein wesentlicher Baustein der Tarifeinigung ist der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis zum 31.12. 2012. Weitere vereinbarte Instrumente zur Beschäftigungssicherung sind die Einbeziehung der Arbeitnehmervertreter bei Umstrukturierungsmaßnahmen, alternative Arbeitsplatzangebote im Falle von Veränderungen, die aktive Nutzung von Altersteilzeitregelungen, ein klares Bekenntnis zur unternehmenseigenen Vertriebsflotte, der „Roten Flotte“, die Fortführung des Rahmensozialplans und die Verlängerung der garantierten Übernahme von Auszubildenden von sechs auf zwölf Monate nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung. „Damit haben wir eine umfassende Beschäftigungssicherung vereinbart, die allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch im Falle eventueller Veränderungen einen Arbeitsplatz in unserem Unternehmen sichert“, sagt Damian Gammell, Vorstandsvorsitzender der CCE AG.
Ein Abschluss wurde ebenfalls in der Entgeltfrage erzielt. Angesichts der Priorität für Beschäftigungssicherung wurde für 2010 eine Nullrunde zuzüglich einer Einmalzahlung von 200 Euro im Dezember vereinbart. Für 2011 wird das Entgelt um die Inflationsrate zuzüglich einer Einmalzahlung von 300 Euro im Dezember erhöht. 2012 erhöhen sich die Entgelte um 2,3 Prozent. Die Tarifverhandlungen standen in Zusammenhang mit einem verschärften Wettbewerb im Markt für alkoholfreie Getränke, der vor allem durch einen starken Preiskampf, einer zunehmenden Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel sowie Veränderungen in der Packungsnachfrage gekennzeichnet ist.
