Dritte Runde Tarifverhandlungen: Arbeitgeberseite erhöht Angebot - Arbeitnehmerseite bricht Verhandlungen ab

Berlin, 13.03.2019



Gestern und heute fand in Berlin die dritte Runde der Tarifverhandlungen zwischen Coca-Cola European Partners Deutschland (CCEP DE) und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) statt.

Die Arbeitgeberseite hat in dieser Verhandlungsrunde ihr Angebot für einen zweijährigen Abschluss erhöht. So hat die CCEP eine absolute Entgelterhöhung von 90,00 Euro/Monat für 2019 sowie 80,00 Euro/Monat für 2020 angeboten. Diese entspricht – je nach Tarifgebiet – einer Erhöhung der Eckentgelte zwischen 2,9 und 3,3 Prozent (2019) bzw. zwischen 2,6 und 3,0 Prozent (2020).

Die CCEP DE hat erneut eine vorzeitige Verlängerung der Tarifverträge Struktur, Arbeitszeit und Altersteilzeit über 2019 hinaus angeboten. Diese beinhalten u.a. einen Anspruch auf Altersteilzeit ab 59 Jahren, einen Altersvorsorgebeitrag von 1.000 Euro, weitere Erhöhung des Urlaubsgeldes und überdurchschnittliche Sozialpakete bei Restrukturierung. Gleichzeitig soll auch eine saisonale Kapazitätsausweitung durch längere Anlagenlaufzeiten für ausgewählte Produktionsstandorte verhandelt werden.

"Wir sind enttäuscht, dass die Gewerkschaft heute Verhandlungen über unser deutlich verbessertes Angebot abgelehnt hat. Das Angebot für zwei Jahre wäre eine deutliche reale Entgeltsteigerung bei den erwarteten Inflationsraten und würde für uns als Unternehmen mehr Planungssicherheit in einem wettbewerbsintensiven Umfeld bedeuten", sagt Brigitte Faust, Verhandlungsführerin der CCEP DE.

Die nächste Tarifverhandlungsrunde findet am 11. und 12. April 2019 statt.