Veränderte Kundenwünsche: Coca-Cola plant vier Logistikstandorte zu schließen

Berlin, 17.09.2015



Die Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG (CCE AG) beabsichtigt, vier Logistikstandorte (Drolshagen in Nordrhein-Westfalen, Freigericht in Hessen sowie Würzburg und Obertraubling in Bayern) zu schließen. Die telefonische Kundenbetreuung am Standort Erlangen-Eltersdorf soll nach Fürstenfeldbruck (Bayern) verlagert werden. Die Schließungen sind – je nach Standort – zwischen Januar und März 2016 vorgesehen.

Veränderte Kundenanforderungen

Hintergrund sind veränderte Anforderungen der Handelskunden. So übernehmen Discounter und Supermarktketten die Belieferung ihrer Filialen zunehmend selbst. Dadurch fährt Coca-Cola seine Erfrischungsgetränke nur noch zu wenigen Lägern statt zu vielen Einzelkunden. Auch die Kunden im so genannten Außer-Haus-Markt, zu dem unter anderem Gastronomie und Betriebskantinen zählen, verlangen immer häufiger die Belieferung aus einer Hand. Dies hat zur Folge, dass einige Logistikstandorte nicht mehr hinreichend ausgelastet sind. Deshalb ist geplant, einen Teil der  Getränkeauslieferung an andere Standorte zu verlagern beziehungsweise an Logistikpartner zu geben und so das Logistiknetz zu straffen. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit in einem hart umkämpften Markt langfristig zu sichern.

Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen als Ziel

Insgesamt betreffen die geplanten Veränderungen 194 der aktuell 287 Beschäftigten an den jeweiligen Standorten. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst bleiben von den Veränderungen unberührt.
Die Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern beginnen in den nächsten Tagen. Die CCE AG will betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Wo immer möglich, bietet das Unternehmen alternative Arbeitsplätze an anderen Standorten oder Altersteilzeit an. Kommt dies nicht in Frage, bietet Coca-Cola umfangreiche Abfindungszahlungen, die deutlich höher als das übliche Maß liegen.

Die CCE AG beschäftigt aktuell in Bayern etwa 1.400 Mitarbeiter an elf Standorten und in Nordrhein-Westfalen rund 2.400 Mitarbeiter an acht Standorten.